Über Uns

Zu einem richtigen Wiener Beisl gehören eine Stammtischrunde, traditionelle Wiener Schmankerl und ein gepflegtes Bier. Das Haas-Beisl in Wien-Margareten erfüllt diese Anforderungen wie kein zweites. Denn Gerald Schedl und Christian Tischler sind glühende Verfechter der Wiener Beislszene. Sie schwören auf eine urgemütliche Atmosphäre, alte Rezepte aus Großmutters Kochbuch, erlesenen österreichischen Wein und frisch gezapftes Bier!

Reservierung

Haas Beisl
Margaretenstraße 74
A-1050 Wien
Tel.Nr.: 01 / 586 25 52
Email: info@haasbeisl.at
www.haasbeisl.at

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr
Samstag von 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sonntag von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Wir weisen Sie gemäß Raucherschutzgesetz darauf hin, dass das Haas Beisl als Raucherlokal geführt wird!

Geschichte

story

HaasBeisl in den Medien

 Falstaff Restaurantguide 2013
 

 

Presseaussendung
Haas läuft weiter: Wie bisher und noch einbisschen mehr
Neuübernahme und viel Neues vom Haas Beisl in Wien Margareten
Das Haas Beisl in Wien Margareten hat seit Anfang 2012 eine neue Geschäftsführung: Nach mehr als 70 Jahren im Familienbesitz hat die Familie Haas (vormals Karall) ihr Traditionswirtshaus in die vertrauensvollen und erfahrenen Hände von Haubenkoch Christian Tischler und Gastronom Gerald Schedl übergeben. Damit ist der Fortbestand der Wirtshausinstitution auch für die nächsten Jahre gesichert. Mit neuen Öffnungszeiten und einem gleichermaßen anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Menü-Angebot an den Wochenenden bringt das neue Haas-Beisl Team frischen Schwung in die gehobene Beisl-Szene.
Gleich vorweg: Der Philosophie der Wiener Wirtshausinstitution werden auch die neuen Inhaber treu bleiben. „Das Haas Beisl war schon immer ein Lokal, ein Wirtshaus ganz nach unserem Geschmack – gemütlich und familiär, mit gepflegter Wein- und Bierkultur und einer Alt-Wiener Küche, die man heute nur noch selten findet. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, versichert der neue Beisl-Wirt Gerald Schedl.
So werden Küchenchefin Brigitte Rohrer und ihre Kollegin Birgit Zuber wie bisher die Haas Beisl-Gäste mit Klassikern der heimischen Küche, Spezialitäten mit Innereien und den sündhaft-köstlichen und natürlich hausgemachten Mehlspeisen in gewohnt herausragender Qualität verwöhnen.
Authentische Beisl Küche und das „gewisse Etwas“
Ab sofort jedoch unter Beratung und Begleitung von Haubenkoch Christian Tischler, die der Küche im Haas Beisl eine weitere individuelle Note verleihen werden: „Die Haas Küche bietet seit jeher viele Besonderheiten, die wir in gewohnter Art beibehalten möchten. Manches wollen wir aber auch noch einbisschen weiterentwickeln und verfeinern. Allerdings ohne dabei abgehoben zu wirken!“
Und Christian Tischler weiss genau, wovon er spricht: Mit seinem kompromisslosen Bekenntnis zu Regionalität und großer Leidenschaft für urtümlichen, authentischen Geschmack erkochte er 2008 eine Haube im damaligen Schwarzen Adler in Wien 5. Die Bewahrung des gemütlichen Ur-Beisls liegt ihm ebenso am Herzen wie die Wiederbelebung und Neuinterpretation von in Vergessenheit geratenen Speisen.
Haas am Wochenende: Winzermenüs, Gastköche, uvm.
Die gute Nachricht für Haas Beisl Fans: ab Ende Jänner ist das Lokal auch samstags von 11-22 Uhr und sonntags von 11-16 Uhr geöffnet. Diese Tage stehen jeweils ganz im Zeichen spezieller Themenabendessen. Mit einem 4-gängigen Winzermenü inkl. kommentierter Weinbegleitung à Euro 39,00 ist jeder erste und dritte Samstag im Monat vinophilen GenießerInnen gewidmet.
Im Zentrum der ersten beiden Winzermenüs steht das Mittelburgenland, die Heimat der beiden Haas-Beisl-Chefs: Am 4.Februar werden Josef Igler (Weingut Josef Igler, Deutschkreutz) und am 18. Februar Markus Rohrer (Weinbau Fam. Hans Rohrer, Lutzmannsburg) ihre erlesenen Weine persönlich im Rahmen der kommentierten Winzer-Degustations-Menü vorstellen. Darüber hinaus werden einmal im Monat befreundete Gastköche ein Überraschungsmenü zaubern, den Auftakt macht am 25. Februar 2012 Roman Huber, ehem. Chefkoch im Schwarzen Adler mit einem „Abend wie damals: … im Schwarzen Adler“. An allen anderen Wochenenden sorgen saisonale Menüthemen wie „Sautanzessen“, „Haas im Wald“ oder „Haas im Wasser“ für kulinarische Abwechslung. Sonntags können die jeweiligen Speisen, aber auch die Weine à la Carte nachverkostet werden. Ergänzend dazu gibt es ein reduziertes Angebot der beliebtesten Haas Beisl Gerichte aus der Standardkarte.
PROFIL – April 2012
Im neu übernommenen “Haas Beisl” leben die Liachtln weiter.
Man soll verkaufen, solange es gut läuft, sagt der Ober, der eigentlich gar kein Ober ist, sondern ein langjähriger Freund des Hauses. Deshalb habe die Familie Haas ihr Beisl mit Jahreswechsel in neue Hände übergeben, und zwar in solche, die dafür sorgen, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Und dann stellt er, weil das Gasthaus wieder einmal rappelvoll und daher Aushilfe im Service angesagt ist, ein ziemlich feines Beef Tatar auf den Tisch, von dem sich manche weit noblere Häuser in der Stadt bitte ein Stück abschneiden sollen: das Rind sozusagen basismariniert, dazu gehackte Kapern, Zwiebeln und Gurken zum Weiterbasteln.

Das “Haas Beisl” ist eine erfrischend untouristisch gebliebene Wiener Attraktion für Menschen, die nicht davor zurückscheuen, in die Hardcore-Bereiche der österreichischen Küche vorzudringen. Wer zum Beispiel in Palermo die Stände des Vucciria-Markts aushält, wo ständig die Röstaromen von gegrilltem Kalbsdarm wabern, einer wichtigen lokalen Spezialität, findet Analogien eigentlich nur noch hier im fünften Wiener Hieb.

Bierkrüge, Pokale, Holzlamperien, Prominentenfotos mit Widmungen und – das darf man halt auch nicht ver-
schweigen – Rauchschwaden. Das ist das Biotop. Als Soziotop betrachtet, kann man das “Haas Beisl“ auch mit dem Budweiser- und Stelzendorado “Schweizerhaus“ im Wiener Prater vergleichen, weil hier nämlich sämtliche Wiener Schichten vertreten sind, die an einer Unique Selling Proposition interessiert sind. Im Grunde sind das Innereien in ziemlich puristischer und authentischer Aufbereitung; da dürfte sich seit der Gründung des Etablissements unter dem Namen “Anton Karall’s Wein- und Bierhaus” im Jahr 1935 (“Haas Beisl” heißt es seit der Übernahme durch Karalls Tochter im Jahr 1968) nicht viel geändert haben. Und schließlich ist auch die langjährige Köchin Brigitte Rohrer immer noch mit an Bord.Fangen wir mit dem Kalbsbries an. Das veredelt hier nicht in homöophatischen Dosen irgendeinen kreativen Teller, sondern füllt ihn – obwohl bitte nur als winzig kleiner Zwischengang bestellt, damit man das auch probiert hat -, in Pariser Teig gehüllt, geradezu figlmüllerhaft aus. Das tun das winzige Zwischengericht aus gerösteten, auf den Punkt gedünsteten Nierndln und das gebackene Hirn (man kann es auch mit Ei oder geröstet haben) übrigens auch. Und weil ich schon hier bin, muss auch das Bruckfleisch sein, dieses deftige Altwiener Ragout, das schon viele Generationen vor dem “From nose to tail“-Trend die Totalverwertung eines Tiers symbolisierte. Es besteht aus Herz, Bries, Milz, Leber und den Liachtln. Mag es ein Zeichen der Zeit sein, dass mich der Freund des Hauses höflich darauf aufmerksam macht, was Liachtln eigentlich sind? Dünn geschnittene Ringe aus boviner Aorta; “des muass ma mögn“. Ja, bitte, gerne. Wem anderen kann er ja erzählen, dass das Calamari sind; fiele nicht weiter auf.

Natürlich braucht so ein kleines leichtes Abendessen auch eine leistungsfähige Begleitung. Wer Botrytis in trocken ausgebauten Weißweinen mag, möge sich an den 2007er Smaragd-Veltliner aus der Wachau halten; zu dieser Küche geht das in Ordnung. Wer hingegen durch ein gastronomisches Wiener Weinwunder erleuchtet werden will, bestellt eine Flasche aus der Kategorie 48 Euro. Da finden sich zum Beispiel Krutzlers Perwolff, Heinrichs Gabarinza oder Pöckls Admiral bis hin zu älteren, teils ganz großen Jahrgängen. Aber das hätte ich jetzt besser nicht verraten sollen.

Auch auf die Gefahr hin, mich als journalistischer Fastenbrecher unbeliebt zu machen: Will man Exilwienern ein Stück alter Heimat servieren, ist das Haas Beisl schon wieder fast zu viel. Denn: Obwohl das kleine, voll geräumte und nicht gerade unkitschige Lokal gerade neu übernommen wurde, fühlt man sich wie in längst vergessenen Zeiten. Das liegt nicht nur an den Fotos von prominenten Besuchern, an den Rauchschwaden, den dicht gedrängten Runden an den Tischen, den charmant altmodischen Hilfestellungen und Empfehlungen („Eine kleine Palatschinke noch?“) oder den vielen Wiener Klassikern, die die Speisekarte zieren. Sondern an den Portionsgrößen: Mehr geht auf einen Teller kaum. Aber – und daher steht hier diese Empfehlung: Die Küche ist mehr als passabel. Das Beef Tatar ist gut und fein gewürzt, auch die gebackene Fledermaus bietet keinen Anlass für Beschwerden. Der Zwiebelrostbraten hat vielleicht eine halbe Tonne zu viel Knusperzwiebeln abbekommen, schmeckt aber sehr gut. Ach ja: Geht man einmal in so ein Lokal und das Bruckfleisch gibt es leider nicht mehr, ist das so wie ein Käsekrainer-Nein beim Würstelstand. Also eigentlich ein schweres Foul des Schicksals.
Standard 17. Februar 2012 – Beisl für Fortgeschrittene
Foto: Gerhard Wasserbauer
Das Haasbeisl in Wien-Margareten gilt seit je als gute Adresse für unverfälschte Wiener Küche…
Foto: Gerhard Wasserbauer
… mit der Neuübernahme wurde es noch besser…
Tellersulz! Bohnensterz! Bruckfleisch immer und jederzeit! Durchaus möglich, dass das Haasbeisl Wiens bestes ist
Wandverbau aus den frühen 1980ern, schmiedeeiserne Lampen mit Schirmen aus Tierhaut-Imitat, dazu gerahmte Autogrammkarten lang verschiedener Promis und ein Geschäftsschild in erlesenem Pseudojugendstil: Schönheitspreis wird das Haasbeisl auf der Margaretenstraße keinen bekommen. Dennoch strahlt es eine gut eingesessene Gemütlichkeit aus, der man sich kaum zu entziehen vermag.
Außerdem steht die Küche seit jeher im Ruf, mehr als ordentliche Traditionskost mit Schwerpunkt auf Innereien zu bieten. Jetzt hat Georg Haas das Lokal an Gerald Schedl und Christian Tischler übergeben, die in Ottakring das Gösser Bräu betreiben und geeignet scheinen, den Ruf der Küche auch in Zukunft nicht verkommen zu lassen. Immerhin bekochte Tischler den nahen Schwarzen Adler (Schönbrunner Straße) schon vor Jahren auf Haubenniveau.
In Amt und Würden
Den beiden ist bewusst, dass ein seit 1935 in Familienbesitz stehendes Wirtshaus behutsam in die neue Zeit gehievt werden will. Deshalb steht Georg Haas senior manchmal noch hinter der Schank, deshalb ist mit Brigitte Rohrer auch die Haas-Küchenchefin in Amt und Würden. Die Gerichte aber scheinen derzeit mit ganz besonderer Hingabe gekocht zu sein. Bruckfleisch etwa, ein Klassiker des Hauses und anderswo kaum noch (und nicht in täglicher Frequenz) zu bekommen, ist wie sich’s gehört mit ordentlich Milz, Kronfleisch, Herz und Bries sowie feingeschnittenen Lichtln gemacht und in sämiger Wurzelsauce serviert – das hält jedem Vergleich, auch mit Reinhard Gerers (besonders intensiver, mit Milz gebundener) Variante, souverän stand. Hirn gebacken oder mit Ei, Nierndln, Leber, Salonbeuschel sind ohnehin Standards. Zart gelierte Tellersulz vom Haxl wird mit Salzerdäpfeln serviert – eine Kalt-warm-Kombo, die in Tischlers Heimat, dem Burgenland, zu Recht gepflegt wird.
1-a-knusprig und zart
Aber auch Wiener Schnitzel, saftig und in eine Panier gehüllt, die es punkto Struktur mit jeder Reliefkarte des Grand Canyon aufnimmt, ist 1-a-knusprig und zart. Zwiebelrostbraten wird saftig kurz gebraten, mit dicken, süßen Zwiebelringen schmalzigen Erdäpfeln und, hurra, einem dicken Stück von der Senfgurke garniert. Urtypisch burgenländisch ist auch die herrlich majoranwürzige Erdäpfelcremesuppe mit Bohnensterz (siehe Bild) – allein dafür gehört Tischler ein Orden: Bescheiden-bekömmliche Klassiker wie diese sind akut bedroht und viel zu gut, um nur der Erinnerung überlassen zu werden. In dieselbe Kategorie fallen das schön paprizierte und mit Saft umkränzte Reisfleisch oder der gut geknofelte Kelch mit Erdäpfelröster.
In Kombination mit einer ansehnlichen Weinkarte ist dieses von Understatement geprägte Wirtshaus ein schöner Beweis für Lebendigkeit und Variantenreichtum der Wiener Küche. (Severin Corti/Der Standard/rondo/17/02/2012)